Der Verrat der SNB und der Jahrhundert-Coup der Hyperfinanz
Vor drei Jahren sollte der Schiffbruch der Credit Suisse und ihre erzwungene Übernahme durch die UBS die Stunde der Abrechnung sein. Uns wurde die Rückkehr zur Vernunft versprochen. In Wirklichkeit hat sich die Schlinge zugezogen.
Hinter dem beschwichtigenden Akronym von PLB (Öffentliche Liquiditätsstützung), der heute von der Berner Bürokratie und den Bankenlobbys als Allheilmittel gegen Liquiditätskrisen präsentiert wird, verbirgt sich die ultimative Kapitulation unserer finanziellen Souveränität. Dieses «neue systemische Instrument», das derzeit unter der Bundeskuppel diskutiert wird, ist nichts anderes als eine Freikarte für straffreie Spekulationen, ausgestellt auf dem Rücken des Schweizer Steuerzahlers.
Indem die offizielle Schweiz zustimmt, diesen Mechanismus der öffentlichen Garantie in ein Gesetz zu fassen, schützt sie ihre Bürger nicht: Sie verwandelt die Schweizerische Nationalbank (SNB) endgültig in eine Tochtergesellschaft von Wall Street und liefert gleichzeitig unsere Ersparnisse und Renten den Giganten des außereuropäischen Kapitalismus aus.
1. Die PLB oder die Institutionalisierung des Bürgerüberfalls
Vorgeschlagen als technische «Stabilisierungsmaßnahme», die Öffentliche Liquiditätsstützung ist eine konzeptionelle und moralische Aberration. Es ist ein Versprechen des Staates, schwarz auf weiß geschrieben, einer Großbank im Falle einer Panik Milliarden von Franken als Kredit zu gewähren.
- Die Privatisierung der Gewinne, die Sozialisierung der Verluste: Während die Banker von UBS selbst die Idee einer angemessenen präventiven Risikoprämie für diese staatliche Garantie ablehnen und jegliche Gebühr als «unbegründet» bezeichnen, verlangen sie, dass der Steuerzahler als menschlicher Schutzschild dient.
- Die Falle des Stigmas Wie die wenigen zutreffenden Ökonomen betonen, wird der Versuch, diese Prämie je nach tatsächlichem Risiko der Bank zu modulieren, bereits die bloße Erhöhung ein Paniksignal an den Markt senden und genau den Bankensturm auslösen (Bankrott) das man zu vermeiden vorgab.
Dieser Mechanismus ist eine Illusion: Er validiert das Modell der fraktionelle Reserven bis ins absurde getrieben, wo das von den Sparern eingezahlte Geld nicht mehr in den Tresoren existiert, sondern in wenigen Klicks im Internet in Algorithmen für Hochfrequenzhandel verflogen ist.
2. Die SNB: Von der Währungshüterin zur Absicherin der Wall-Street-Exzesse
Die Schweizerische Nationalbank hat ihre Kernaufgabe aufgegeben: die Gewährleistung eines gesunden und ehrlichen Geldes, das auf der Realität unserer produktiven Wirtschaft beruht.
Indem sie zum letzten Garanten eines Molochs wird, dessen Bilanz mehr als das Doppelte des Schweizer BIP ausmacht, bindet sich die SNB an die globalen Finanzmärkte. Sie verwaltet nicht mehr die Stabilität unserer Währung; sie verwaltet das Ausfallrisiko einer Handvoll Finanzoligarchen.

Während die SNB bereit ist, einer Privatbank unbegrenzte Liquidität ohne feste Sicherheiten anzubieten, bleibt die Garantie der Einlagen von gewöhnlichen Bürgern über Esisuisse auf lächerliche 8 Milliarden Franken für das ganze Land begrenzt. Die Botschaft ist klar: Die Milliarden der Finanzmultis sind heilig, die lebenslangen Ersparnisse der Schweizer sind zweitrangig.
Unsere Pensionsfonds unter Aufsicht: Der Schatten von BlackRock
Diese Abweichung stoppt nicht vor den Toren der Banken. Das eigentliche stille Drama dieser erzwungenen Integration in das angelsächsische Finanzmodell berührt das Herz unseres Gesellschaftsvertrags: unser zweiter Pfeiler.
Unter dem Vorwand von Rendite und «modernem» Risikomanagement wird heute ein gigantischer Teil der Vermögenswerte schweizerischer Pensionskassen an amerikanische Vermögensverwalter delegiert., BlackRock und Konsorten Angeführt.
- Es sind die Renten der Schweizer Arbeiter, die diese globale Finanzmaschine antreiben.
- Im Falle eines systemischen Zusammenbruchs werden diese Pensionsfonds, die in komplexe und vernetzte Produkte investiert sind, als erste auf dem Altar des Überlebens von UBS und ihren Wall-Street-Kollegen geopfert.
Wir haben die traditionelle Schweizer Vorsicht, den Kult des realen Vermögens und des vollen Geldes durch eine vollständige Abhängigkeit von einer entmaterialisierten und staatenlosen Finanzwelt ersetzt.
Schlussfolgerung: Für die Rückkehr zur helvetischen Währungssouveränität
Die Öffentliche Liquiditätsstützung ist kein goldener Fallschirm für die Schweiz, sondern eine goldene Leine, gehalten von New York und Brüssel. Indem Bern sich der Diktatur einer «zu großen, um bankrott zu gehen» Mega-Bank fügt, besiegelt es das Todesurteil unserer Unabhängigkeit.
Es ist dringend notwendig, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Die Schweiz muss den Weg zurück zu einer gesundes und ehrliches Geld, die Ausschweifungen des ungedeckten fractionellen Bankgeschäfts zu stoppen und zu verbieten, dass die Ersparnisse unserer Rentner den Algorithmen der Wall-Street-Giganten zum Fraß vorgeworfen werden. Wenn unser Parlament angesichts des Lobbyismus der UBS kapituliert und diese historische Risikoverlagerung auf die Bürger billigt, wird die Schweiz nur noch dem Namen nach über Souveränität auf ihren Münzen verfügen.
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